
Wie kommt man günstig an Musiksoftware?
By: tobi
Tags:Ableton, Cubase, Küchenstudio, Live, Logic, Music Studio, Musik, Musiksoftware, Samplitude, Sequenzer, Software
Kategorie: Allgemein, Beats machen, Software
Wenn man anfangen möchte Beats zu machen, kommen viele Fragen auf – die Wichtigste: Für welche Software bzw. Hardware entscheide ich mich (vorausgesetzt der PC ist schon vorhanden)?
Meist hat man ein Programm bei einem Bekannten gesehen und möchte dann am Liebsten genau damit produzieren, denn man hat einen Ansprechpartner der über die ersten Einstiegshürden hinweg hilft. Entsprechende Programme zum Musik produzieren und aufnehmen kosten allerdings oftmals eine ganze Stange Geld.
In den meisten Fällen – die ich so kenne – ist das Budget schon nach einem Einkauf in der Hardware-Abteilung (Audio-Interface, Mikrofon, Monitor-Boxen, Kabel, Pre-Amp, …) komplett aufgebraucht, bis gnadenlos überzogen. Da reicht es dann nicht mehr für Cubase, Logic, FruityLoops, Samplitude, Reason, Live und Co.
Aber es gibt ja bekanntlich auch günstige Alternativen und Freeware.
Das Wichtigste und somit die Basis beim Produzieren ist der Sequenzer (oder auch DAW). Wenn man man Glück hat ist eine Lite-Version, also eine etwas eingeschränkte Version eines Sequenzer bereits beim Kauf der Soundkarte oder des Audio-Interface (Cubase LE, Live Lite, etc.) dabei – dann kann man direkt damit starten.
Wenn man ein wenig Geduld mitbringt und die Musik-Magazine wie die Keys, die Beat, Keyboard und andere beobachtet, ist damit zu rechnen, dass es bei Zeiten auf einer Heft-CD einen Einsteiger-Sequenzer gibt (Samplitude SE, Energx XT und ähnliches). Manche Hefte kann man sich übrigens auch Online nachbestellen.
Eine Andere Möglichkeit ist in bekannten Internetforen zu suchen (z.B. www.Homerecording.de). Dort findet man unter anderem oft Links zu Reaper www.reaper.fm – Reaper darf man kostenlos testen. Ist man zufrieden, zahlt man ca. 50 € für eine Lizenz und darf die Software nutzen. Eine Alternative in der Preisklasse ist Samplitude SE für 49 € oder das Samplitude Music Studio (79 €).
Ein weiterer Tipp: Schüler, Azubis und Studenten bekommen oftmals großzügige Rabatte bei Softwarefirmen! Weiter Freeware Varianten:
- LMMS Linux MultiMedia Studio (Linux, Win, Mac) eine Kopie von FruityLoops, noch in Beta-Phase
- Koblo Studio (PC, Mac) eine Art ProTools Klon – sieht viel versprechend aus, befindet sich aber noch in der Alpha Phase und kann getestet werden unter www.koblo.com/studio
- MU:LAB free
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es sinnvoll ist sich einen guten Sequenzer zu leisten, da dieser die Grundlage für die gesamte weitere Arbeit darstellt. Wichtig dabei ist, dass man selbst mit dem Programm zurecht kommt und sich damit wohl fühlt. Außerdem gibt es für die gängigsten Programme auch viele Lernkruse und Bücher zum nachlesen, wie was funktioniert.
Im Küchenstudio arbeiten wir übrigens auf verschieden Rechnern mit Logic Studio, ProTools 7.4 LE und Samplitude 10 Pro. Bei uns hat jeder so seine Vorlieben und darf diese auch nach herzens Lust ausleben.
Hat man „seinen“ Sequenzer gefunden braucht man unter Umständen noch Sounds und Virtuelle-Instrumente. Aber keine Angst, dass Ihr jetzt zu tief in die Tasche greifen müsst, denn in der Regel liefern die Programme schon einige Instrumente, Loops, Sounds und Effekte mit, so dass man direkt loslegen kann.Ein Vorteil haben hier übrigens die Apple-Nutzer, Garage Band ist zum Einstieg ein super Programm und vor allem schon beim kauf des MACs dabei. Außerdem kann man relativ günstig auf Logic Upgraden und die vielen Sounds und Effekte nutzen, ohne weiteres dazu zu kaufen.
Beim nächsten Mal schreibe ich etwas mehr über Software-Instrumente, Sample und Freeware-Plugins.
tobi






Von den Lite-Versionen halte ich persönlich nicht so viel. Mal schauen was auf der diesjährigren Messe präsentiert wird, vielleicht ändert sich dann ja meine Meinung. Habt ihr schon Informationen bezüglich neuer DAWs auf der NAMM 2012 gehört?